Über mich

Das bin ich:
Ü40, verheiratet, Zweifachmama, Dalmatinerfrauchen.

Autorin und Lektorin.

Also, mittlerweile. Früher war ich Diplomingenieurin. Nicht nur deshalb mag ich Listen (ja, ich nutze Excel auch privat!) und Stichworte, deshalb gibt’s hier noch ein paar: mittelhessisches Dorfkind, Garten- & Naturliebhaberin, Hobbybäckerin, dauernd voller Hundehaare, vernarrt in gesundes Essen und gute Pommes, Eigentlich-Eule (eigentlich möchte mein Körper lang schlafen, aber unter der Woche ist um 5:45 Uhr die Nacht zu Ende), regelmäßig auf der Yogamatte & im Fitnessstudio zu finden, ebenso mit einem Buch auf der Couch – im Sommer auch gern im Strandkorb auf der Terrasse. Der Strandkorb ist übrigens von der Nordsee. ❤️ #Föhrliebe

Warum bin ich Lektorin geworden?

Weil ich ein verflixt kritischer Leser bin: Rechtschreib- und Kommafehler lassen mich zum inneren Rotstift greifen. Logiklücken treiben mir ebenso Runzeln auf die Stirn wie falsche Inquitformeln und Perspektivfehler.
Angefangen hat das Ganze schon früh: Seit der ersten Klasse gehöre ich der Gattung Leseratte an, seit der vierten bin ich Rechtschreibnerd. Seit der siebten Klasse schreibe ich selbst (zunächst Quatschgedichte und Artikel für die Schülerzeitung), seit der neunten liebe ich Satzzeichen und seit der zehnten nehme ich Texte inhaltlich auseinander.
Privat … versuche ich mich zurückzuhalten. Klappt nicht immer. 😎 Es scheint erblich sein: Unsere Große entwickelt sich gerade zum zweiten Kommafreak der Familie. 😀

Erst mal kam die Technik

Warum ich nicht „was mit Sprache“ studiert habe, z. B. Germanistik? Glauben Sie mir, die Frage habe ich mir schon öfter gestellt. Die einfache Antwort lautet: Ich hatte auch immer schon Interesse an Technik und Produktdesign – Berufsbilder, die ich in meinem Alltag wiederfand. Die Welt der Buchstaben dagegen war in meiner Kindheit und Jugend nur als Freizeitvergnügen präsent, nicht aber als Berufsfeld.

So hat mich das Leben erst mal in die Technik verfrachtet: Ingenieursstudium in Kiel (nebenher habe ich zum ersten Mal Geld mit der Korrektur von Texten verdient), sechs Monate Praktikum in England, dann als Diplomingenieurin ins internationale Produktmanagement eines Konzerns, dessen Name Sie unter Garantie kennen. Fit in Englisch und sprachverliebt war ich dann unter anderem verantwortlich für den internen zweisprachigen Newsletter und wahrscheinlich die einzige, die wirklich Spaß bei der Erstellung und Überarbeitung der technischen Unterlagen hatte.

Nach fünfzehn Jahren im Büro stand ich vor der Entscheidung, dort zu bleiben oder etwas anderes zu machen. Was wäre gewesen, wenn …? Diese Frage wollte ich mir in zehn Jahren nicht stellen müssen. Also habe ich mich, mit der Unterstützung meines Mannes, die 180-Grad-Wende getraut: Adé Technik-Bürojob, rein in die Welt der Buchstaben! So zumindest der Plan. Das Leben hat den Start verschoben, denn statt mich mit dem Handwerk des Schreibens zu beschäftigen, habe ich mich zunächst mal um das Homeschooling unserer Kinder gekümmert, damals beide noch in der Grundschule. Corona lässt grüßen.

Mein Weg zur Lektorin

Wieder mit dem Schreiben begonnen habe ich erst, als die Schulen wieder öffneten. Mein Weg zur Lektorin startete im Jahr danach, als meine Kenntnisse des Schreibhandwerks wuchsen und ich erkannte, dass ich die Fehler, die ich selbst machte (Stichwort Betriebsblindheit), bei anderen nicht nur sehe, sondern sie ihnen auch erklären kann.

Schritt für Schritt ging es dann weiter: Angeboten habe ich zunächst das reine Korrekturlesen, dann kam das stilistische Lektorieren hinzu, schließlich das inhaltliche Lektorieren. Durch Testlesen, „Üben-Dürfen“ an Manuskripten anderer, erste Aufträge und immer wieder das Einholen von Feedback zu meiner Arbeit sammelte ich Praxiserfahrung, um das theoretische Wissen zu verfestigen und anwenden zu können. Die Theorie holte ich mir zum kleineren Teil aus Fachbüchern, zum weitaus größeren Teil durch eine ganze Reihe an Seminaren, Workshops und anderen Fortbildungsveranstaltungen. Bei der Akademie der Deutschen Medien habe ich mich als freie Lektorin zertifiziert.

Braucht man so viel Praxis, braucht man all diese Seminare, um sich Lektor oder Lektorin nennen zu dürfen? Nein. Aber halbe Sachen sind nun mal nicht meins. Ich sage erst „Ich kann das!“, wenn ich auch wirklich der Auffassung bin, dass es stimmt.

Was mein Mann dazu sagt, dass ich nun fürs Klugscheißen bezahlt werde? „Darauf warte ich schon seit zehn Jahren. Du kannst doch keinen Text lesen, ohne ihn zu verbessern!“
Stimmt. Deshalb bin ich mittlerweile Lektorin. Leidenschaftlich, kleinkariert, sprachverliebt. Auf Augenhöhe, individuell, wertschätzend. Und konstruktiv – denn sonst wäre es nur Meckern, und das bringt ja niemandem was. 😉

Wenn Sie jetzt neugierig auf mich & meine Arbeit sind: Melden Sie sich! Ich freu mich drauf. 😀



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